Teilprojekt 2

 

Klimadynamik

Lokale klimatische Phänomene wie Gletscher, Seen oder Vegetationsmuster zeigen oft eine starke Abhängigkeit von den Eigenschaften des großräumigen Klimas. Im Alltag äußern sich diese Eigenschaften als Abfolge von sogenannten Großwetterlagen, also typische Verteilungen von Hoch- und Tiefdruckgebieten über Europa und den dazugehörigen Witterungserscheinungen. Teilprojekt „Klimadynamik“ wird die lokalen Ausprägungen der Großwetterlagen in Bayern über mehrere Jahrzehnte mithilfe eines Atmosphärenmodells feststellen, welches auf Hochleistungsrechnern („Supercomputern“) ausgeführt wird. Komplementäre Schritte erlauben die Interpretation der Ergebnisse sowohl für die jüngere Vergangenheit (z.B. 1981-2010) als auch für die zu erwartenden Klimaverhältnisse im 21. Jahrhundert. Insbesondere die ökologisch wirksamen Elemente Temperatur und Niederschlag können dadurch auch im Kontext von Extremereignissen detailliert bewertet werden. Das Teilprojekt liefert somit die physikalische, meteorologische Grundlage für das Verständnis der Effekte von Großwetterlagen auf Bayerns Waldstandorte. Durch die Assoziation von Menschen mit Großwetterlagen, die etwa aus der täglichen Wettervorhersage entsteht, ergibt sich aber auch ein sehr guter Anknüpfpunkt für Bildungsfragen zu den Folgen des Klimawandels. 

Projektleitung: 

Prof. Dr. Thomas Mölg

Institut für Geographie

Professur für Klimatologie

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Wetterkreuz 15

91058 Erlangen

Tel: +49  9131 85 26325

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