Teilprojekt 9

 

Klimawandel im Dialog – Komplexität verstehen, kommunizieren und bewerten

Das Thema Klimawandel bietet in besonderer Weise Anknüpfungspunkte für einen fächerübergreifenden Unterricht sowie an aktuelle öffentliche Debatten. Der Bildungsanspruch, im naturwissenschaftlichen Unterricht die Bewertungskompetenz von Schülerinnen und Schülern zu fördern, trifft hier auf eine anspruchsvolle, komplexe Thematik. So ist die öffentliche Debatte über den Klimawandel u.a. von einer Katastrophenrhetorik und einer Durchmischung fachlicher und politischer Argumente geprägt. Komplexe Themen wie der Klimawandel und der hiermit verbundene Umgang mit unsicherer Evidenz oder strittigen Theorien erfordern bei Lernenden wie auch bei Lehrkräften ein besonderes Maß an Ambiguitätstoleranz, d.h. die Fähigkeit Unsicherheit und Komplexität auszuhalten und produktiv zu nutzen. Lehrerfortbildungen sollen in Hinblick auf den fachlichen und öffentlichen Diskurs über Klimawandel ein Verständnis von Wissenschaftskommunikation fördern und Hilfestellungen für die Gestaltung eines argumentationsorientierten und partizipativen Fachunterrichts geben. Es gilt, Schülerinnen und Schülern grundlegende Fähigkeiten zu vermitteln, sich mit komplexen und strittigen Problemlagen auseinanderzusetzen und Klimaforschung anhand exemplarischer Forschungsprojekte nachzuvollziehen. Angebunden an das Thema Klimawandel werden Vorstellungen über das Wesen naturwissenschaftlicher Forschung sowie Vorstellungen über fachinterne und öffentliche Wissenschaftskommunikation und vermittlungsrelevante Einstellungen und Fähigkeiten erhoben und deren Veränderungen durch Fortbildungsmaßnahmen untersucht.

Projektleitung: 

Prof. Dr. Arne Dittmer

Professur für Didaktik der Biologie

Universität Regensburg

Universitätsstr. 31

93053 Regensburg

Tel: +49 941 9433114

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