Teilprojekt 1

 

Klimawandel im Landschaftskontext: Funktionelle Biodiversität, biotische Ökosystemleistungen und Datensynthese

Der Klimawandel und das vermehrte Auftreten klimatischer Extremereignisse gelten zusammen mit Landnutzungsänderungen als Hauptursachen für die Gefährdung von Insekten. Als Bestäuber und Gegenspieler von Pflanzen-fressenden Insekten sichern sie unverzichtbare ökologische Leistungen. Im Naturschutz sind Insekten aufgrund ihrer großen Artenvielfalt und vielfältigen Lebensweisen eine wichtige Zielgruppe. Es fehlen derzeit jedoch grundlegende Kenntnisse, welche Folgen die Klimaerwärmung in Bayern auf die Verbreitung, Artenvielfalt und Wechselbeziehungen von Insekten hat und wie intensive Landnutzung diese möglicherweise verstärkt.

Abb. 1 : Schwarze Bohnenlaus auf Ackerbohnen: Biologische Schädlingskontrolle ist eine 

wichtige Ökosystemleistung in Land- und Forstwirtschaft.

Abb. 2: Erdhummel in Klatschmohnblüte: Wildkräuter fördern Bestäuber und natürliche Gegenspieler. 


Das Teilprojekt 1 erfasst die Artenvielfalt von Bienen, Wespen, Schwebfliegen und Käfern sowie die Ökosystemleistungen Bestäubung und Biologische Schädlingskontrolle im gemeinsamen Versuchsdesign des LandKlif-Verbundes in naturnahen, landwirtschaftlichen und urbanen Lebensräumen (Abb. 1 und 2). Zusätzlich werden Versetzungsexperimente und Simulationen klimatischer Extremereignisse durchgeführt, um das Anpassungspotential bzw. die Resilienz funktionell wichtiger Insektengruppen besser zu verstehen. Die Ergebnisse liefern die Handlungsgrundlage für ein nachhaltigeres Management der Bayerischen Ökosysteme und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Insektendiversität und ihrer ökologischen Leistungen, im Kontext des Klimawandels.

Projektleitung: 

Prof. Dr. Ingolf Steffan-Dewenter

Department of Animal Ecology and Tropical Biology

Universität Würzburg

Biocenter - Am Hubland

97074 Würzburg

Tel: +49 931 31-84352

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