Teilprojekt 4

 

Phänologie als Bioindikator für Klimawandel 

In diesem Teilprojekt wird die Phänologie genutzt, um den Klimawandel besser zu detektieren, zu kommunizieren und für (schulische) Bildung einzusetzen, sowie um zukünftige Änderungen unter veränderten Umweltbedingungen abzuschätzen.

 

Phänologische Veränderungen sind ein idealer Bioindikator, anhand dessen Auswirkungen des Klimawandels und die Anpassungs-notwendigkeit leicht und v.a. regional über verschiedene BAYSICS-Tools - kommuniziert werden können sowie über die didaktischen Teilprojekte Eingang in die schulische Bildung finden können. Daneben sollen die gewonnenen BAYSICS-Citizen Science Beobachtungsdaten und Experimenten dazu dienen, um bestehende Wissenslücken über (klimatischbedingte) Antriebsfaktoren und deren Auswirkungen auf assoziierte Ökosystemleistungen zu schließen.

 

Das Citizen Science Programm baut auf bestehenden phänologischen Schemata auf, erweitert diese um notwendige Zusatzinformationen wie Fotobelege. Anhand langer Beobachtungsreihen werden aktuelle Fragen zu Carry-over Effekten bearbeitet sowie den Citizen Scientists Informationen zur Einordnung ihrer Beobachtungen in die raumzeitliche Variation von phänologischen Ereignissen in Bayern geliefert. Die Auswertung von Herbarbelegen erlaubt die Einbeziehung lokaler historischer Daten. In verschiedenen zu entwickelnden phänologischen Experimenten können Schülern als Nachwuchsforscher arbeiten und direkt die Auswirkungen des Klimawandels auf die Pflanzenwelt simulieren. Die integrierten Ergebnisse erlauben die genauere Modellierung von phänologischen Veränderungen im Klimawandel, auch zur Entwicklung von Anpassungs-strategien, sowie ihre interaktive Kommunikation an eine breite Bevölkerung.

Projektleitung: 

Prof. Dr. Annette Menzel

Professur für Ökoklimatologie

Technische Universität München

Hans-Carl-von-Carlowitz-Platz 2

85354 Freising

Tel: +49 8161 714740

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