Teilprojekt 2

 

Stabile Isotopen – Indikatoren für veränderte Fließbedingungen und biologische Umsätze in hyporheischen Zonen

Entscheidend für den angestrebten "guten Zustand" eines Gewässers ist der gelöste Sauerstoff im Wasser. In diesem Teilprojekt werden klimabedingte Verschiebungen von Stoffumsätzen insbesondere des Sauerstoffs in Bächen untersucht und daraus folgende ökologische Auswirkungen charakterisiert.  Daraus sollen Empfehlungen abgeleitet werden, damit bei Maßnahmen zum Gewässerschutz auch "die Chemie stimmt".  

Hierbei bietet eine neue Messmethode der "stabilen Isotope" des Sauerstoffs eine spannende Gelegenheit: Sie erlaubt es die Pfade des gelösten Sauerstoffs im Bach, Bachgrund und im Grundwasser zu bestimmen. Das hilft folgende Fragen zu beantworten:

 

  • Woher kommt dieses lebenswichtige Element - aus Photosynthese oder Atmosphäre?
  • Wie wird Sauerstoff umgesetzt – durch bakterielle Atmung oder Ausfällung z.B. in Eisen-haltige Minerale?

 

Stabile Isotope lassen sich auch für andere Elemente wie Kohlenstoff erfassen, um das Gesamtgefüge der zusammenhängenden Kohlenstoff- und Sauerstoffzyklen in den verschiedenen Wasserkompartimenten (Porenwässer, Grundwässer, freies Wasser) besser zu verstehen. Die Arbeitsgruppe Angewandte Geologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg stellt dem Projekt eines der wenigen Labore weltweit zur Verfügung, das die neue Methode für Isotopenmessungen bei gelöstem Sauerstoff und anderen Elementen anwendet.

Projektleitung: 

Prof. Johannes Barth, Ph. D.

Lehrstuhl für Angewandte Geologie

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Schlossgarten 5

91054 Erlangen

Tel: +49 9131 85 22620

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